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26.03.2018: Die Getränkedose ist viel besser als ihr Ruf

26.03.2018 00:00:00
Swiss Recycling hat auf seiner Webseite im März auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass Alu ein echter Wertstoff ist. Der Ruf der Getränkedose sei schlechter, als sie es verdient hat, heisst es da. Fakt sei, dass Aluminium-Recycling in punkto Ökobilanz einen Spitzenplatz habe. Das erneute Einschmelzen verbrauche gerade einmal fünf Prozent der Energie, die zur Erstherstellung notwendig sei. Hinzu komme, dass Alu immer wieder rezykliert und neu verwendet werden kann – ohne Qualitätsverlust. Auch wenn die Erstherstellung von Aluminium vergleichsweise viel Energie verbrauche, so relativiere sich dies mit jedem Recycling. Wer Aluminium sammelt, hält diesen Kreislauf also aufrecht.

Auch die primäre Herstellung von Aluminium wird Swiss Recycling zufolge ständig verbessert. So konnte in den letzten Jahren der Energieverbrauch pro Kilogramm Aluminium um 38% auf 13 kWh gesenkt werden. Zudem erfolgt die Stromversorgung der Aluminiumhütten in Europa zu über 80% auf der Basis von Wasserkraft, der meistgenutzten erneuerbaren Energiequelle.

Durch seine Eigenschaften trägt Aluminium erheblich zum Energiesparen bei. So ermöglicht es im Fahrzeugbau leichtere und damit sparsamere Autos. Oder: Lebensmittel in Aluminiumverpackungen benötigen für den Transport weniger Platz und Gewicht als in anderen Verpackungen – so wird Kraftstoff gespart.

Sind Aludosen gefährlich? Vor einigen Jahren berichteten verschiedene Medien, dass Kühe durch – von der Mähmaschine zerhackte – Aludosen gestorben sind. In der Regel sind aber nicht zerkleinerte Aludosen, sondern Nägel oder Drähte das Problem. Sie können die Magenwand perforieren. Im «Schweizer Bauer» vom 12. März 2016 sagte Adrian Steiner, Leiter Nutztierklinik in der Universität Bern: «Aluminiumteile sind zu weich, als dass sie im Kuhmagen Schaden anrichten können. Sie können die Magenwand nicht perforieren und werden somit in den Vormägen der Kuh verdrückt.»

Trotzdem gehören leere Aludosen in die Sammelcontainer und nie auf Viehweiden, appelliert Swiss Recycling an die Verbraucher. Denn es sei ein Werkstoff, der von Generation zu Generation weitergegeben werden kann.

Video zum Thema Alu-Recycling

(Quelle: Swiss Recycling)