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19.07.2018: Mit dem Packaging Manager die eigenen Fachkenntnisse untermauern

19.07.2018 08:38:23

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Dominik Mory ist seit zwei Jahren Packaging Manager mit eidgenössischem Diplom. Bei der Coca-Cola HBC Schweiz AG ist er als Verpackungsspezialist Ansprechpartner für alle Abteilungen


„In der heutigen Arbeitswelt braucht man einen Abschluss, um seine Kenntnisse zu untermauern“, sagt Dominik Mory, Packaging Specialist bei der Coca-Cola HBC Schweiz AG. Zu diesem Schluss kam der gelernte Fotolithograf nach knapp 20 Berufsjahren und entschied sich 2014 dafür, den Lehrgang Packaging Manager beim Schweizerischen Verpackungsinstitut SVI zu absolvieren, um sich auf die höhere eidgenössische Fachprüfung vorzubereiten. Die Weiterbildung mit eidgenössischem Diplom bildete den Türöffner für seine heutige Stelle.

Rund 15 Jahre arbeitete Dominik Mory in verschiedenen Funktionen bei Zürcher Werbeagenturen in der Druckvorstufe, sorgte für die farbliche und grafische Qualität von Printprodukten wie Modekatalogen oder Broschüren. „Die Arbeit in einer Werbeagentur ist eine Herzensangelegenheit, aber auch ein sehr schnelles Business: Mit Mitte 30 hat man mir zum ersten Mal gesagt, dass ich langsam zu alt für die Werbebranche sei“, erzählt Mory. Er begann sich Gedanken über berufliche Alternativen zu machen. Eine weitere berufliche Station brachte Mory erstmals intensiv mit dem Thema Verpackungen in Kontakt, er fand es spannend und sah hier ein Betätigungsfeld, das ihm längerfristig eine gute berufliche Perspektive bieten könnte.

Mory wollte einen Abschluss haben, der seine Kenntnisse bescheinigt und ihm in Bewerbungsverfahren Vorstellungsgespräche ermöglicht. „Kann man den entsprechenden Abschluss nicht vorweisen, kommt man gar nicht dazu, seine Erfahrungen und Kenntnisse in einem persönlichen Gespräch vorzustellen“, weiss Mory. Auf der Suche nach einer passenden Weiterbildung stiess er auf den Lehrgang Packaging Manger/in mit eidgenössischem Diplom des Schweizerischen Verpackungsinstituts. Drei Semester dauert die theoretische Ausbildung, daran schliesst sich die Diplomarbeit und ein Prüfungsworkshop an. In dem Lehrgang ist viel Verpackungstheorie enthalten – alle Verpackungsmaterialien werden umfassend behandelt – sowie ein breites Managementwissen. Im ersten Semester habe er sich etwas verloren gefühlt, weil die theoretischen Inhalte sehr speziell seien, berichtet Mory. Doch je länger die Ausbildung dauerte, desto mehr verknüpften sich die einzelnen Themenfelder zu einem Ganzen. In der Diplomarbeit wird eine konkrete Problemstellung aus der Praxis behandelt – hier bearbeitete Dominik Mory eine Problemstellung seines heutigen Arbeitgebers.  

„Ich habe zwar nur in einem Teilbereich Spezialwissen, doch durch meine generalistische Ausbildung im Rahmen des Packaging Managers habe ich das Rüstzeug für ein problemorientiertes ganzheitliches Denken“, sagt Mory. In seiner aktuellen Arbeit bei Coca-Cola profitiert er davon, denn er hat mit der ganzen Palette an Verpackungsmaterialien zu tun: Angefangen von Glas über PET, Paletten, Folien, Etiketten sowie den Verschlüssen aus unterschiedlichen Materialien. Die Themen Nachhaltigkeit und Recycling seien weitere wichtige Themen in seinem Arbeitsalltag. Mory: „Am Anfang war meine Aufgabe herauszufinden, wo ich im System Coca-Cola als Verpackungsspezialist am besten wirken kann“. Als Verpackungsspezialist arbeitet er heute mit Kollegen aus allen Abteilungen zusammen. So ist er Anlaufstelle für Marketing, Produktion, Labor oder Logistik. „Was man genau macht und wie wichtig man in einem Unternehmen ist, hängt ganz erheblich von der Eigeninitiative ab“, glaubt Mory.

Die Ausbildung zum Packaging Manager sieht Mory rückblickend als wertvolle Zeit. Er habe viele Kontakte geknüpft und sich ein breites Netzwerk aufgebaut, auf das er auch heute noch, zwei Jahre nach seinem Abschluss, zurückgreifen kann. Berufsbegleitende Weiterbildungen seien generell anspruchsvoll und hart, findet Mory. Viele müssten Beruf, Weiterbildung und Familie unter einen Hut bringen. Bei Vielen fehle die Unterstützung der Arbeitgeber, sei es finanzieller Art oder auch durch eine Entlastung indem die Weiterbildung teilweise auf die Arbeitszeit angerechnet wird.

Für die Zukunft fühlt sich Dominik Mory gut gerüstet. Trotzdem sei er darauf gefasst, dass sich die Anforderungen an ihn wieder ändern könnten. Mit dem eidgenössischen Diplom kann er sein Wissen und die entsprechende Ausbildung nachweisen. Ein Fazit hat er nach all den Jahren gezogen: „Im Laufe seines Berufslebens muss man sich immer wieder neu erfinden“.

Informationen zum Packaging Manager:
Rund zwei Jahre dauert der Lehrgang zum/zur Packaging Manger/in inklusive Diplomarbeit und Prüfungen. In drei jeweils 24 Kurstage umfassenden Modulen werden Führungs- und Verpackungswissen vermittelt und vertieft. Daran schliesst sich die Diplomarbeit an. In einem Prüfungsworkshop folgt die Vorbereitung auf die höhere Fachprüfung, die den Abschluss der Ausbildung bildet. Bisher haben insgesamt 120 Absolventen den höheren Berufsabschluss gemacht und in der Verpackungswirtschaft verantwortungsvolle Aufgaben übernommen. Neu ist, dass der Bund seit Jahresbeginn bis zu 50% der Ausbildungskosten in der höheren Berufsbildung übernimmt.

Anmeldeschluss für den am 1. September beginnenden Lehrgang ist der 6. August 2018.

Weitere Informationen zum Lehrgang gibt es hier


Persönliche Auskunft gibt Kony Linder
Tel: 031 954 61 24
E-Mail: linder@svi-verpackung.ch