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Falschmeldung betreffend Verbot von Lebensmittelkontakt mit Recyclingkarton und –papier

15.05.2017 15:54:21
Im April erschienen diverse Falschmeldungen, dass in der Schweiz ab dem 1. Mai der Kontakt zwischen einem Lebensmittel mit Recyclingpapier und –karton verboten sei. Dies stimmt nicht!
Per 1. Mai trat die überarbeitete Bedarfsgegenständeverordnung (RS 817.023.21) in Kraft. Neu heisst es nun, dass «geeignete Massnahmen» (z. B. eine Sperrschicht oder absorbierende Stoffe), die eine Verwendung für einen Lebensmittelkontakt von recyceltem Papier und Karton erlauben, durchgeführt werden müssen (Art. 27 Abs. 3). Die geeigneten Massnahmen schränken die Migration von Stoffen (z.B. MOSH/MOAH) aus der Schicht aus recyceltem Papier oder Karton der Bedarfsgegenstände in die Lebensmittel ein oder verhindern sie, damit das fertige Erzeugnis den Anforderungen von Artikel 49 LGV entspricht. Im Vergleich mit der alten Version der Verordnung war der Sinn der Revision, die Anwendung von Altpapier sowie Recyclingpapier und -karton nicht mehr zu beschränken.
Die Verordnung ist am 1. Mai 2017 in Kraft getreten und es gilt eine Übergangsfrist von 4 Jahren (Art. 95 LGV, RS 817.02).