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08.12.2017: Qualitätsmängel bremsen Nutzung von Kunststoffrezyklat

08.12.2017 11:59:37


Im Vorfeld der Veröffentlichung der geplanten Kunststoffstrategie der EU-Kommission geht die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. (IK) in einer Pressemitteilung darauf ein, weshalb der Einsatz von Rezyklaten in der Kunststoffverarbeitung bislang noch gering ist und beruft sich dabei auf eine aktuelle Studie des europäischen Verbandes der Kunststoffverarbeiter (EuPC), der zufolge unzureichende Qualität, mangelnde Versorgungssicherheit und fehlende Qualitätsstandards als Haupthemmnisse zu sehen sind.

Für eine weitere Steigerung der Recyclingquote gemäß Vorgabe der politisch Verantwortlichen in Deutschland und Europa seien allerdings die Wünsche und Anforderungen der Kunden der Kunststoffverarbeiter maßgeblich. Bislang, so der Tenor der Befragten, gäbe es seitens der Kundenindustrien noch kein ausreichendes Interesse am Thema.

An der Umfrage, die der Studie zugrunde lag, beteiligten sich 485 Unternehmen aus 28 Ländern in Europa. Ziel war, zu untersuchen, in welchen Bereichen der europäischen Kunststoffverarbeitung Rezyklate eingesetzt werden, welche Hemmnisse derzeit die Nutzung von Rezyklaten verhindern und wie diese gegebenenfalls beseitigt werden könnten.

Die IK hat neben der Übersetzung der englischsprachigen Studie auch eine ergänzende Zusammenfassung der Ergebnisse für Deutschland erstellen lassen. Dabei stellte sich heraus, dass bei den über 70 Teilnehmern aus Deutschland die Themen Qualität und Verfügbarkeit besonders stark im Fokus stehen. So gaben 86 Prozent der Befragten an, aus Qualitätsgründen kein Rezyklat einzusetzen. Im Vergleich dazu waren es europaweit nur 76 Prozent. Knapp 40 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland sahen die unsichere
Versorgungslage als Haupthindernis für eine stärkere Nutzung.

Weitere Informationen:

Deutsche Fassung der Studie inkl. einer Zusammenfassung für Deutschland

(Quelle: Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.)