11.12.2017: Schweizer Lackverband VSLF - Rohstoffpreise belasten die Branche

11.12.2017 08:00:00
Die hohen Rohstoffpreise treiben die schweizerische Farben- und Lackbranche um. Anfang Dezember hat sich der Verband der Schweizerischen Lack- und Farbenindustrie (VSLF) dazu geäußert. Neben den hohen Preisen bereiten auch Lieferengpässe Sorgen. Neben den steigenden Preisen bei Titandioxid, das wegen seiner großen Deckkraft bei der Herstellung von Farben unverzichtbar sei, machten der Branche drastische Lieferschwierigkeiten zu schaffen, erklärt der Schweizer Verband.

Besonders dramatisch stelle sich die Situation bei Druckfarben dar: Aufgrund der reduzierten Verfügbarkeit der geforderten Pigmentqualitäten verlangen die Rohstoffhersteller hier sehr hohe Preise. Beim Pigment Zinkstaub stelle sich die Situation ähnlich dar, hier müssten die Produzenten von Lacken und Farben derzeit über 20 % mehr als noch im Sommer 2016 zahlen, berichtet der VSLF mit Verweis auf Zahlen des Verbands der deutschen Lackindustrie (VdL).

Langfristig gehe man davon aus, dass sich die Preise noch weiter verteuern, da ein Abfangen der Engpässe bei den Lieferungen noch nicht in Aussicht stehe. Zudem gehe man davon aus, dass die Nachfrage nach den Rohstoffen aufgrund der Konjunkturentwicklung in einigen Ländern weiter ansteige.

Dies ist insofern dramatisch, als die Rohstoffpreise den größten Anteil der Kosten der Lack- und Farbenfabrikanten ausmachen. Die Geschäftsergebnisse der Fabrikanten könnten deshalb massiv darunter leiden.

Zur Webseite des Verbands der Schweizerischen Lack- und Farbenindustrie (VSLF)

(Quelle: www.farbeundlack.de)